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Im Amazonas brennt´s & nicht nur dort…

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Hallo liebe Leser*innen,

In den letzten Wochen ging die Diskussion um die Brände im Amazonas-Gebiet in einer heißen Runde durch die Medien. Tatsächlich ist das bereits schon länger ein gewaltiges Problem (bereits 2018 berichtete die NASA im Detail) und – auch wenn die Ausmaße sich verschlimmern – gibt es ein paar Fakten die aus den gleichen Datensätzen der NASA-Satelliten kommen, und es leider nur kaum an die Öffentlichkeit geschafft haben.

Während die Waldbrände im Amazonas seit 2010 nicht mehr so zahlreich und intensiv waren, wurde auf dem G7 Treffen ausgiebig darüber diskutiert und man ist sich nicht ganz einig. Dabei fällt es kaum auf, dass auch die Feuer in Süd-Afrika ein stärkeres Ausmaß angenommen haben und sich über den halben Kontinent verbreiten: Landwirte verbrennen ihre Felder – teilweise verfrüht als Antwort auf die massive Dürre und die starken Ernteausfälle. Dazu kommen die Abholzung und „Slash & Burn“ zur Urbarmachung von Land und Steppenbrände in den Nationalparks. In Angola, Zambia und im Kongo sind die Ausmaße besonders erschreckend. Natürlich mindert das nicht die Krise im Amazonasgebiet, wo die momentane Branddichte sehr ungewöhnlich ist. Auch lässt sich argumentieren, dass die Süd-Afrikanischen Ökosysteme in gewisser Weise an Feuer gewöhnt sind und Brände hier teilweise wichtige Erneuerungsfunktionen haben.

Aber während der kontrollierte Einsatz von Feuer seit tausenden von Jahren ein bewährtes Mittel ist, um die Nährstoffe von Ernteresten, Gras- und Buschland wieder in die Erde zu bringen und für die nächste Pflanzsaison verfügbar zu machen, stellt sich mir trotzdem die Frage, ob diese uralte Praxis zur Zeit noch angemessen ist. Während Feuer in natürlichen Steppen- und Savannen-Ökosystemen ein wichtiger „Reset-Button“ ist, ist der Rauch – egal von welchem Feuer – auch stets ein Luftverschmutzungsproblem, welches sich durch die Mischung aus Rußpartikeln und chemischer Verbindungen der unvollständigen Verbrennungsprozesse ein Gesundheitsrisiko darstellt. Außerdem ist es inzwischen sicher, dass Rauch in großen Mengen sogar das Klima beeinflusst. Momentan läuft dazu ein spannendes Forschungsprogramm der NASA.

Die Feuer von Montag bis Dienstag -Brandherde aus 24 Stunden, wie aus dem Weltraum vom NASA -Satelliten gesehen

Gerade wegen der weitreichenden Folgen sollten wir in der öffentlichen Diskussion nicht nur einen Tunnelblick in das Amazonasgebiet werfen, sondern auch in anderen Ecken, unsere Augen öffnen…

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